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Diskussion zum Thema Nationalpark  
am Montag, 13. Februar 2012

Was die Zeitungen über uns berichten Schwabo-Artikel vom 13.02.2012

Wildberg-Schönbronn - Das Thema Nationalpark Nordschwarzwald wird in der Region ab und an sehr emotional debattiert. Eine Veranstaltung der Forstbetriebsgemeinschaft Kreis Calw zeigte jetzt, dass es auch anders geht.

"Beide Referenten waren für sich überzeugend, das zeigt die Problematik des Themas." Treffender als Forstdirektor a.D. Peter Weidenbach konnte man die mehrstündigen Ausführungen mit anschließender Diskussion zum Thema "Nationalpark Nordschwarzwald" kaum beschreiben. Beide Seiten forcierten mit ihren Beiträgen vor allem die sachlich–fachlichen Inhalte des geplanten Projekts.

Die Pro-Seite war vertreten durch den naturpolitischen Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen Markus Rösler, Mitglied der Landesregierung in Stuttgart. Die Kontra-Seite vertrat Raimund Friderichs, Leiter des Forstbetriebs der Unternehmensgruppe Fürst zu Hohenzollern, verantwortlich für über 15 000 Hektar Privatwaldbesitz.

"Einziges Gebiet, das die Voraussetzungen erfüllt"

Eingeladen hatte die Forstbetriebsgemeinschaft im Landkreis Calw (FBG), der derzeit 221 Waldbesitzer mit knapp 1500 Hektar Waldbesitz angehören. Anwesend waren auch Vertreter von Kommunen mit hohem Waldanteil wie die Bürgermeister Martin Buchwald (Neuweiler) sowie seine Kollegen Markus Wendel (Bad Teinach-Zavelstein) und Walter Beuerle (Neubulach). Als Vertreter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald war der Kreisvorsitzende Dietmar Greif vor Ort, der Kreisforstbetrieb war durch Bernhard Hanisch präsent.

Manfred Rentschler, Vorsitzender der FBG, gab dem Gast aus Stuttgart den Vortritt. Rösler erläuterte sein Pro mit der Verantwortung des Menschen für die Natur, ihre Vielfalt und den Artenschutz. Da für einen Nationalpark nur ein großes zusammenhängendes Gebiet in Frage kommen kann, sei die Wahl auf den Nordschwarzwald gefallen, der als . "Nicht allein eine Idee der Grünen, schon Schwarz/Gelb hätte dieses Gebiet ins Auge gefasst", blickte der Abgeordnete auf die politischen Vorgänger zurück. Er beschrieb 2012 als Jahr der Findung und Anhörung. Im Zuge der Umwandlung werde es bis 2034 mehr Holzeinschlag geben, danach soll keine Nutzung mehr stattfinden. Rösler teilte die Zukunftssorgen von Sägern und Wald- und Forstleuten, wobei letztere mit "Handkuss" mit ihrer Erfahrung für die zukünftige Verwaltung des Nationalparks gewonnen werden. "Der Nationalpark ist ein Projekt für Hunderte von Jahren, Ängste dazu zu schüren wäre ein schlechter Ratgeber."

"Voll erschlossenen Kulturwald"

Zum Kontra stellte Raimund Friedrichs vorab fest, dass er kein Nationalparkgegner sei, er warne jedoch davor die gleichen Fehler wie im Bayerischen Wald zu machen. Den könne man nicht mit dem Schwarzwald vergleichen. "Der Bayerische Wald war ein touristisches Niemandsland, dagegen handelt es sich beim Schwarzwald um einen voll erschlossenen Kulturwald. Das einzige Argument, das für den Schwarzwald spricht, ist seine Fläche", so Friedrichs.

Der Betriebsleiter stellte exakte Zahlen zu Arbeitsplätzen (ein Arbeitsplatz pro 70 Festmeter Holz) Wertschöpfung (fünf Millionen pro Jahr) und die Problematik Borkenkäfer vor. "Was wir in Bayern als Angrenzer erleben, ist katastrophal", so Friedrichs über großflächig abgestorbene Bereiche. Die Schäden seien enorm, die Nachbarrepublik Tschechien habe bereits umgeschwenkt. "Jeder, der sagt dass da nichts passiert, soll es auf einem Papier unterschreiben." Der hohenzollerische Betriebsleiter warnte davor, einen Weg zu gehen, der nicht zum Ziel führen werde. "Wir brauchen Nationalparks, aber nicht in einem Kulturwald", schloss Friedrichs seine Ausführungen.

Derzeit wird rege darüber diskutiert, ob es im Nordschwarzwald einen Nationalpark geben soll. Foto: Archiv


Markus Rösler von den Grünen und Raimond Friedrichs vom hohenzollerschen Forstbesitz tauschten unter der Moderation von Manfred Rentschler von der Forstbetriebsgemeinschaft (von links) sachliche Argumente zum Nationalpark aus. Foto: Kraushaar


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